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Sinn-Suche = Suche nach einem Sinn = Suche nach den Wurzeln = “religio”?!
Sehe ich in meinem bisherigen Leben zurück, war vieles geprägt von der Suche nach “dem Sinn des Lebens”. Für manchen Leser mag sich das hochtrabend anhören. Nicht zuletzt, weil dieser Sinn des Lebens auf unterschiedliche Weise definiert werden kann und wird, und weil jede Definition dabei auch imstande ist, Menschen eine ausreichende Antwort zu geben. Dem Materialisten stellt sich der Sinn des Lebens anders dar als dem Magier oder dem Mystiker. Und für jeden ist seine Form der Wahrnehmung stimmig.
Wenn Dr. Faustus bei Goethe zu hören bekommt “Du gleichst dem Geist, den Du begreifst, nicht mir ... !”, scheint mir das eine sachliche Aussage zu sein. Keine verurteilende, wie es manchem scheint. Hier wird lediglich in Worte gekleidet, dass wir mit unseren Sinnen zwar die materielle Welt wahrnehmen können und unser Denken vielleicht auch bestimmte Dinge darüber hinaus vermuten kann. Das war’s dann aber auch.
Nun bitte ich um Verständnis dafür, dass ich hier nicht “bei Adam und Eva” anfange, sondern gleich mal ins Thema gehe - so, wie es sich mir heute darstellt: Vor vielen Jahren zitierte ich im Rahmen eines Vortrages Gedanken des bekannten Pastors Jörg Zink: “Wir ahnen heute wieder, dass, was uns die Wissenschaft als unsere Welt beschreibt, bei weitem nicht das Ganze ist. Wir haben heute wieder mehr Mut zu unseren Erfahrungen, zu unserer Ahnung, zu unserem Blick über den Horizont dieser Welt hinaus. Dabei verändert sich uns das ganze Leben und der Tod und die Welt der Toten zugleich.“
Lytle W. Robinson schreibt in seinem Buch “Rückschau und Prophezeiungen, Edgar Cayces Bericht von Ursprung und Bestimmung des Menschen” u.a.: Als der Mensch zu denken anfing, begann er zugleich Fragen zu stellen. Einige seiner frühesten Fragen mögen gelautet haben: “Wer bin ich?” ... “Woher komme ich?” ... “Was ist der Sinn, was das Ziel meines Lebens?” ... Warum ..., wohin sterben wir?” Aber die Fähigkeit des Menschen, Fragen zu stellen, ist immer größer gewesen als sein Vermögen, erschöpfend darauf zu antworten; dieser Widerspruch mag ihm bis heute als intellektueller Ansporn gedient haben - ein Umstand, der seine Rolle innerhalb der geistigen Entwicklung charakterisiert. Denn der Mensch hat seinen Drang nach Wissen und Erkenntnis noch nicht befriedigt, obwohl tief in seinem innersten Wesen - im Unbewussten - alle Antworten seiner warten.”
Nachdem ich nun in die verschiedensten Religions- und Glaubensrichtungen hineinsah, fühle ich meine Frage nach dem Sinn des (meines) Lebens immer noch nicht so ganz beantwortet. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich resigniere. Im Gegenteil. Ich suche weiter nach einer Antwort, wobei folgendes Bild (geprägt von meiner Unzulänglichkeit, diese Dinge klar zu definieren) für mich eine Konstante darzustellen scheint:
“Gott” erscheint mir als eine grenzenlose Form der Schöpferkraft, der Energie und Liebe, wie sie (mindestens für uns Menschen) beispiellos ist - und wovon wir einen Funken tief in uns haben: die Seele. Vor diesem Hintergrund scheint nichts zufällig zu geschehen, so dass ich die Vorstellung habe, Teil eines großen Ganzen zu sein, das wir als Schöpfung bezeichnen. Und in dieser Schöpfung nimmt der, den wir als Gott bezeichnen, eine ganz zentrale Stellung ein. Und unser Leben könnte - wie viele Quellen seit altersher versuchen zu belegen - nur EINE Station auf einem längeren (Gesamt-)Weg sein.
Dabei habe auch ich mehr Fragen als ich Antworten kenne.
Wer nun aber bis hierher gelesen hat und sich darüber hinaus ein wenig mit den anderen Seiten dieser Homepage beschäftigte, vielleicht sogar den einen oder anderen gedanklichen Gleichklang erfuhr, möge mir schreiben. Ich freue mich auf jeden ernsthaften, konstruktiven Gedankenaustausch und überlege auch, ob sich daraus nicht eine Form der Mailingliste ergeben kann.
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