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aktualisiert am
Samstag, 28. August 2010
 

© 2010 by Manfred Aubert

Mal ehrlich,
können diese Augen lügen???

Tja - es ist inzwischen viele Jahre her,
da gab es “Nero” in unserer Familie. Ich lebte damals in Lillehammer / Norwegen, und der kleine Bursche wurde - knapp 2 Monate alt - aus einem Kennel in der Nähe von Oslo in einer Holzkiste per Bahn zu uns geschickt.

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Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden, und logisch - er war heilfroh, als ich ihn befreite. Als allererstes war erst einmal ´ne Pinkelpause angesagt. Anschließend “robbte” er auf dem Bauch durch das ganze Haus. Man muss ja schließlich wissen, wo man da gelandet ist.

Ich glaube, er fraß noch ´ne Kleinigkeit und rollte sich dann in seinem neuen Hundebett auf die Seite, um zu schlafen. Bis zum nächsten Morgen. Keine Quengelei, kein Jammern - immerhin hatte er Mutter und einige Geschwister hinter sich gelassen, als er in die weite Welt fuhr, und ich dachte: “Das gibt´s ja gar nicht! SO ein lieber Hund!”

Er holte alles nach. Als er am folgenden Tag ausgeschlafen hatte und sich noch einmal umsah, war ihm wahrscheinlich mehr als deutlich, dass er nun allein war bei diesen unmöglichen Menschen. Es dauerte jedoch nicht lange, dann waren wir gute Freunde. Er “bewachte” meine Kondition (als er erwachsen war, wog er 45 kg und brauchte zweimal täglich einen umfangreichen Auslauf. Wir hatten eine Strecke, die wir mit dem Fahrrad quasi im Kreis abfahren konnten. Das waren genau 12 km. Ich fühlte mich dabei absolut wohl, und er flitzte (stummel-)schwanzwedelnd und schnuppernd und dabei mit seinem scheinbar auf einem Kugellager sitzenden Kopf alles in der Umgebung wahrnehmend, sicherlich fast das Doppelte.

Nero, etwa 2jährig

Als wir unseren erwarteten Familienzuwachs (Tochter Siv Monica) bekamen, war Nero etwa 1 Jahr alt und damit nicht nur der beste Babysitter, den man sich denken kann, sondern er machte auch jeden Blödsinn mit.

Besonders erinnere ich mich daran, dass die Oma aus Deutschland zu Weihnachten eine Blechschachtel voll mit selbst gebackenen Keksen schickte. Diese Schachtel wurde erst einmal im Gästezimmer aufs Bett gelegt. Und irgendwann dachte ich, dass es ganz verdächtig ruhig war

im Haus. Ich machte auf Zehenspitzen eine Runde, und siehe da: Die beiden Schlingel hatten die Schachtel vom Bett geschubst. Dabei war sie aufgegangen, der ganze Inhalt war über den Boden verstreut und beide lagen mampfend mittendrin!

Schade, dass man bei so etwas nicht gleich eine Kamera zur Hand hat!

Wollte ich hier alle Erlebnisse mit ihm schildern, würde das meinen Web-Platz sprengen, aber jeder Boxerbesitzer weiß, wozu diese “kleinen Spitzbuben” so alles fähig sind und verstehen, dass es für mich nur eine Hunderasse gibt, sollte es mal wieder einen geben.


Richtig! ´nen Boxer!