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Meine berufliche Entwicklung beinhaltet zwei völlig voneinander verschiedene Bereiche. Den ursprünglichen und eher “bodenständigen” finden Sie hier.
Den Beruf, der mir heute wichtiger ist, und auf den ich im Grunde seit Anfang der 70er Jahre hingearbeitet habe, finden Sie hier!
Ursprünglich habe ich – vor ganz, ganz vielen Jahren – einmal Schriftsetzer gelernt, so richtig mit Bleibuchstaben, bei denen man u.a. noch aufpassen musste, dass sie richtig „ausgeschlossen“ sind, damit sie sich beim Drucken nicht selbständig machen konnten. Gedruckt wurde im so genannten Buch- oder Hochdruck. Dann kam der "Offsetdruck", auch Flachdruck genannt („... der Offsetdruck beruht auf dem physikalischen Prinzip des gegenseitigen Abstoßens von Fett und Wasser ...!“), der auch andere Techniken der Satzherstellung mit sich brachte.
Die Schriftsetzer mussten also gehörig umlernen. Wo bisher der Winkelhaken und die Bleibuchstaben zum Alltag gehörten, hielt nun der Computer Einzug. Der zu druckende Text wurde am Bildschirm erfasst, auf lichtempfindliches Papier belichtet, das dann auf dem so genannten Montagebogen dem vom Redakteur vorgegebenen Layout entsprechend aufgeklebt wurde. Das war der größte Einschnitt in die Technik des Grafischen Gewerbes, das eigentlich seit Gutenberg in fast unveränderter Weise gehandhabt wurde.
Seit einiger Zeit gibt es im Bereich der Zeitungserstellung wieder etwas Neues: das "Redaktions-System". Mit ihm bekommt der Redakteur ein Computerprogramm in die Hand, mit dessen Hilfe er sämtliche Texterfassungs- und Gestaltungsarbeiten sowie den Seitenumbruch selbst machen kann. Er braucht also den Schriftsetzer und einige weitere Kollegen der bisherigen Druckvorstufe nicht mehr, um die Zeitung auch umbruchmäßig usw. fertigzustellen. Damit verschwinden einige weitere der guten alten Handwerksberufe in der Versenkung. Und mit ihnen die entsprechenden Arbeitsplätze.
Ich hatte mal wieder Glück. Ende der 80er Jahre war ich einige Jahre in der Planungsabteilung einer norddeutschen Erdöl- und Erdgasfirma angestellt gewesen, wo ich auch für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig war. Darüber hinaus lernte ich dort einiges über das Berichtswesen auf der Grundlage von Plan-/Ist-Zahlen. - Auch dieser Arbeitsplatz stand eines Tages nicht mehr zur Verfügung, weil der Konzern, zu dem dieser Bereich gehörte, sich von ihm trennte.
Diese hier gemachten Erfahrung halfen mir jedoch, nahtlos vom Zeitungsarbeitsplatz bei einem der größten Elektronik-Distributoren Deutschlands angestellt zu werden, wo ich wesentliche Teile meiner Kenntnisse aus dem “Graphischen Gewerbe” und den Aufgaben in der Planungsabteilungen einbringen konnte.
Nun hatte Arbeit wieder eine ganz andere Perspektive (Als Mitarbeiter in der Zeitung war oft der Gedanke da: „Und morgen wird darin Fisch eingewickelt!“ Unsere Arbeit war nichts Bleibendes, was manchmal frustrierend ist.) und meinte, dies ist nun die berufliche "Endstation". Hier konnte ich mir vorstellen, den Rest meines aktiven Arbeitslebens zu bleiben - bis wir quasi von einem Tag auf den anderen mit der Situation konfrontiert wurden, dass "unsere amerikanische Mutter" eine firmenpolitische Entscheidung traf, die den meisten von uns die berufliche Grundlage nahm.
Inzwischen habe ich mit

meinen Wunsch verwirklicht, mit all den Dingen zu arbeiten, die mich seit Jahrzehnten begleiten und mir wichtig sind. Ich habe also geschafft, mein Hobby zum Beruf zu machen und durfte im Laufe der Jahre so manche schöne Erfahrung machen.
Erfahrungen, die mir auf jeden Fall zeigten:
Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir sehen und verstehen! 
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